Enjoy Life…

… Mit einem leckeren Gemüsecurry mit Koriander.

Das war ein schöner Abschluss für einen recht ruhigen Wochenstart nach einem herrlichen Wochenende auf Norderney. Mein Babe hat auf dem Spielplatz mal wieder ihr inneres Kind freigelassen, ist mit Jenna gerutscht und geklettert wie eine Wilde. Und zum Abschluss hat Sie sich noch auf der Seilbahn ausgetobt. Und es gibt sogar Beweise!


„Enjoy Life…“ weiterlesen

Dunkle Wolken am Himmel der Blümchen-SM-Welt

 

 Vorab: Achtung, Klischee-Alarm!

MV5BNzkyNDMxNDg2M15BMl5BanBnXkFtZTcwMDU0ODM1Nw@@._V1._SX214_CR0,0,214,314_Was macht die moderne Hausfrau heute, wenn die Wäsche gewaschen und gebügelt, die Kinder versorgt, die Wohnung geputzt und das Essen gekocht ist?

Genau! Sie liest Pornos. SM – Pornos. Naja, nicht wirklich, es wird Shades of Grey oder Crossfire gelesen. Und dank des riesigen Erfolges dieser Schriftstücke einer Twilight-Fan-Fiction schreibenden Frau hat sich Hollywood gedacht: Hey, da steckt Geld drin, lasst uns einen Film machen!

Aber anders als Fantasy- oder Vampir- und Werwolf-Fans hat die Shades of Grey – Fangemeinde nicht nur ein Bild Ihrer Helden im Kopf. Sie haben anscheinend auch mehr Zeit, so ohne Schule und Hausaufgaben. Und auch die Hausfrauen werden zu digital Natives, nutzen Twitter und Facebook und haben jetzt auch change.org für sich entdeckt. „Dunkle Wolken am Himmel der Blümchen-SM-Welt“ weiterlesen

Von Nebel, Wolken und der Aufklärung

20130829-112529.jpg

So, lange nichts geschrieben und dann gleich so eine kryptische Scheisse… Was meint der denn jetzt damit?

Das ganze beruht auf unserem letzten Besuch beim BTR in den BEDO – Studios in Dortmund. Der Abend war sehr ruhig und angenehm. Nachdem mein Babe in Zwangsjacke und mit Lederriemen nett verschnürt mit einem weiteren Bunny, das auch fein eingeschnürt war, einen kleinen Versuch im escapen hingelegt hatten („schieb‘ Deinen Hintern näher an mein Gesicht, ich komme mit den Zähnen nicht ran…) wurde in der Einführungsrunde noch ein Takate Kote mit drei Seilen geübt, bevor man dann ein bisschen zum Freestylen überging. Alles wie gehabt und nichts, was mich zum Nachdenken gebracht hätte.

„Von Nebel, Wolken und der Aufklärung“ weiterlesen

Erika Lust – Handcuffs

So, da die Zensoren von youtube zugeschlagen haben und das Video  ‚Handcuffs‘ von Erika Lust rausgeschmissen haben, fehlt natürlich in dem Artikel „Zur Verkürzung der Wartezeit…“ etwas. Aber zum Glück gibt’s ja Vimeo, also hier nochmal der wunderbar-atmosphärische Kurzfilm der spanischen Erotik-Regisseurin, viel Spaß!

http://vimeo.com/21348792

Ein Morgen mit Folgen

Er wachte auf, sah aus dem Fenster, die Sonne brannte um neun Uhr schon vom wolkenlosen Himmel. Es würde ein heißer Tag werden.
Er nahm das gleichmäßige Atmen seiner Sklavin neben sich wahr, wurde dann aber doch sauer, als ihm bewusst wurde, dass sie hier noch lag und schlief. Er wacht auf, und kein Frühstück steht auf dem Tisch, noch nicht einmal der Kaffee war gekocht. Doch der mürrische Ausdruck auf seinem Gesicht wich schnell einem teuflischen Grinsen; dafür würde sie zahlen.

Leise, um sie nicht zu wecken, stand er auf, ging in die Küche und setzte erst einmal einen Kaffee auf. Brot wurde geschnitten, er deckte den Tisch, dachte auch an die Orangenmarmelade, die sie so liebte, holte eine Vase aus dem Wohnzimmer und ging schnell noch einmal in den Blumenladen nebenan, um dort die blaue Rose zu kaufen, die ihr gestern Abend bei ihrem gemeinsamen Abendspaziergang so gut gefallen hatte. Er überblickte den Tisch noch einmal, verrückte die Vase noch mal nach links und nach rechts, dann war es perfekt. Er konnte sich auf den Tag freuen.

Zehn Uhr Dreißig: das Thermometer zeigte schon 26° an und stieg unbarmherzig. Verschlafen kam seine Sklavin schließlich aus dem gemeinsamen Schlafzimmer, noch etwas aufgelöst, trotzdem in seinen Augen sein wertvollster Besitz.
Sie ging in die Küche und sah den Frühstückstisch. „Das hast du ja wunderschön gemacht. Danke, mein Herr“, sagte Sie. Er lächelte Sie an. „Genauso wunderschön, wie Du heute für mich aussehen wirst.“ Das Lächeln verwandelte sich in das Grinsen, das er am Morgen schon auf dem Gesicht gehabt hatte. „Geh´ Dich waschen und frisch machen, dann komm´ an den Tisch“, sagte er, der Tonfall, den sie wahrnahm, ließ kaum einen Zweifel offen. Das war keine Aufforderung, das war ein Befehl.
Schnell verschwand sie im Bad, wusch sich das Gesicht, putzte Ihre Zähne und schloss ihre Haare in einen Zopf ein. Sie ging ins Schlafzimmer zurück, zog sich Wäsche und einen Morgenmantel über und kam in die Küche zurück.
Er sah sie an. „In dreißig Sekunden bist du nackt und sitzt am Tisch!“, herrschte er sie an. Der Befehl, die Härte seiner Stimme, löste wieder diese seltsame Erregung in ihr aus, die sie, bevor sie ihn kennenlernte, so nie erlebt hatte. Sie wunderte sich. Ein Satz von Ihm, und die Lust stürzte, einem warmen Wasserfall gleich, durch die Nervenbahnen Ihres Rückgrats bis in Ihren Schoß, während sie sich beeilte, die wenigen Kleidungsstücke wieder los zu werden.
Er betrachtete sie, sein Blick fuhr, für sie fast spürbar, über ihren Körper, blieb an den Ringen in Ihren Brustwarzen hängen. Als er auf die Ringe an Ihren Schamlippen traf, war es für Sie fast so, als ob er die Lippen langsam, an den Ringen ziehend, öffnete. Ihre Knie wurden weich, sie senkte Ihren Blick. „Darf ich mich setzen, Herr?“ fragte sie. „Natürlich, A“, antwortete er.
Gemeinsam genossen Sie das Frühstück, sie scherzten und tauschten zärtliche Blicke. Diese Mischung aus Strenge und Zärtlichkeit liebte sie, hatte sie ihr ganzes Leben lang gesucht.
Sie war fertig mit Ihrem Frühstück, traute sich aber nicht, den Blick zu heben. Die Hände, wie er es wünschte, wenn sie auf Ihn wartete, mit den Handflächen nach oben auf den leicht gespreizten Knien, erwartete sie den Moment, in dem er seinen Kaffee getrunken und seine Zigarette geraucht hatte.
„Geh ins Schlafzimmer, ziehe die Latexstrümpfe, den langen, schwarzen Lackrock und das langärmlige Latexoberteil an. In einer viertel Stunde erwarte ich Dich im Wohnzimmer“, wies er Sie an.

Genau dreizehn Minuten später stand sie mit gesenktem Blick vor ihm, die Kleidung die er wünschte, angezogen. Sie fragte sich, warum sie sich bei diesem herrlichen Wetter so zugeknöpft anziehen sollte. Normalerweise ließ er im Sommer keine Gelegenheit aus, ihren Körper den Menschen zu zeigen, wenn sie gemeinsam ihren Morgenspaziergang mit Halsband und Leine absolvierten.
Vor ihm standen die 14cm-Heels, die sie sofort an Ihre wohlgeformten Füße zog. Sie ging in den Flur, nahm Halsband und Leine zwischen Ihre Zähne, tippelte zurück ins Wohnzimmer, kniete sich vor ihn und wollte ihm die Utensilien für ihren Spaziergang überreichen, als er den Kopf schüttelte. „Heute nicht“, sagte er, „komm mit in den Garten.“
Sie folgte ihm in nach draußen, ihr Blick fiel sofort auf die Spreizstange mit dem Teleskoprohr in der Mitte.

Auf einmal Verstand sie den Grund für das Frühstück und seine Nettigkeit, obwohl sie ihre Pflicht vernachlässigt hatte. Und mit Schrecken verstand Sie auch die Kleidung.
Er spreizte Ihre Beine, legte die Ledermanschetten um Ihre Knöchel, befestigte den Dildo und den Plug am oberen Ende der Teleskopstange und schob die Stange langsam noch oben. Sie fühlte, wie sich die beiden Dildos langsam den Raum in ihrem Inneren ausfüllten. Als sie das Gefühl hatte, es ginge nicht mehr weiter, schob er noch einmal nach, bis ihr Inneres soweit gespreizt war, wie es nur ging. Er fesselte ihre Hände noch mit Handschellen auf den Rücken und sagte: „Es ist jetzt zwölf Uhr, Du hast Zeit bis vier, um über Deine Fehler nachzudenken. Dann hole ich dich ab und du darfst dir deine Bestrafung abholen.“

Während der Schweiß sich langsam in Ihren Kleidungsstücken sammelte, wurde Sie sich darüber klar, dass da wohl die längsten vier Stunden Ihres Lebens vor ihr lagen …

Sind wir nicht alle…

sick_fuck… little sick Fucks?

Das war die Frage, die ich mir gestern stellte, nachdem ich am Ende eines genial-schönen Feierabend unsere neueste Errungenschaft in den Schrank gehängt habe.
Ich meine, dass es mich anmacht, wenn ich jemanden unter mir habe, wenn ich meine Partnerin führe und korrigiere und vielleicht sogar auf die eine oder andere Art forme, damit habe ich mich abgefunden. Auch dass ich vom Zufügen von Schmerz erregt werde, ist Ok. Aber als ich den gestern die Hälfte des Kleiderschranks öffnete, die momentan als Giftschrank für unser Equipment dient und die neue Zwangsjacke reinhängte, da musste ich doch innerlich grinsen.
Keine Sorge, das wird kein „ich komme nicht mit meiner Neigung klar“ – Beitrag. Dafür bin ich viel zu gerne kinky, dafür bin ich, auch dank SMart, viel zu eingebunden in ein funktionierendes, soziales Gefüge von Perversen. Aber als ich so in den Schrank schaute, und diverse Flogger. Paddle, Singletail, Seile Dildos und andere Toys sah, schoss der Gedanke durch den Kopf, dass diesen Schrank irgendwie fast jeder Passant sehen kann, da wir im Erdgeschoss wohnen. Klar, der Schrank ist zu, reinschauen kann keiner, darum ging es mir auch gar nicht.Mir ging es dann eher darum: Hat nicht irgendwie jeder einen Giftschrank? Meine Oma hatte die Fanny Hill und die Mutzenbacher im Bücherregal, Main Vater sprach mich mal wahrend dem Renovieren auf die mannigfaltigen Möglichkeiten von Gaffa-Tape an, im Kamasutra wird darüber geschrieben, wie ‚rhythmische Schläge auf Brust und Yoni der Frau die Lust steigern‘. Alleine in meiner Abteilung weiß ich von 4 anderen, dass Sie BDSM zumindest interessiert gegenüberstehen. Von Gay, Transgerndered oder in offenen Partnerschaften lebend wollen wir gar nicht reden.

„Sind wir nicht alle…“ weiterlesen

Just another Party-101

Party101

Ok, das, was ich jetzt hier schreibe ist für viele bestimmt nichts Neues, aber vielleicht ist es doch für den Einen oder Anderen interessant.

Es ist bei mir nun schon ein paar Jährchen her, dass ich auf meinem ersten Event war. Es war auf jeden Fall noch im letzten Jahrtausend. Ich arbeitete damals für den Marquis und wir fuhren gemeinsam auf den EuroPerv von DeMask. Gott, war ich aufgeregt … Leider konnte meine damalige Freundin weder mit SM noch mit Fetisch (außer dem in de Gothic – Szene üblichem Lackröckchen) was anfangen. Also machte ich mich mit ein, zwei Kollegen vom Marquis auf nach Amsterdam. Und hier jetzt der erste Tipp für den Partygang.

Passe Deine Erwartungen den Gegebenheiten an!

Für Singles ist eine Party (normalerweise, von Partys mit professioneller ‚Erlebnisgarntie‘ rede ich hier nicht) kein Garant für wilden und hemmungslosen Sex. Auch wenn uns die Boulevard-Medien immer wieder was anderes erzählen wollen: SM-Partys sind in den seltensten Fällen die zügellosen GangBang- Prügel- Fessel- und-was-sonst-noch-alles – Orgien. Das musste ich da merken, denn außer ’ner Coke und ein bisschen Show passierte da für mich nicht viel. So fuhr man mit einer gewissen Enttäuschung wieder zurück. Als Single ist eine Party dann doch eher ein Ort zum Quatschen und Kennenlernen.

Alles, was zwischen zwei oder mehr Partnern auf so einer Veranstaltung passiert, bewegt sich im Rahmen des Konsens der agierenden. Auf den meisten Partys ist zusehen kein Problem. Wer nicht in der Öffentlichkeit stehen will, schließt die Tür, den Vorhang oder was auch immer da an Möglichkeiten gegeben ist. Das ist dann auch für Dich ein ganz klares Zeichen. „Just another Party-101“ weiterlesen

Transform it into real Life – oder – Qualitäten eines Dominanten

Oft, wenn ich mich on- wie offline mit Leuten aus dem BDSM-Umfeld unterhält bekomme ich das Gefühl, das eines der größten Probleme in den Beziehungen das ist, die M/s oder D/s – Dynamik, die in der virtuellen ‚Kennenlernphase‘ thematisiert wurde dann, wenn es ernst wir, auch zu halten. Das, was Online, am Telefon, in Mails oder PM’s einfach nur wunderbar funktioniert, das wird kompliziert, sobald es in ein reales Umfeld getaucht wird.

Woran liegt das? Im virtuellen ist es eigentlich recht einfach. Im Prinzip reicht es aus, einen guten Ruf in der Online-Community zu haben, sich mit den richtigen Adjektiven zu schmücken und in den Chatrooms und Gruppen immer mal wieder aktiv zu werden. Und wenn wir ehrlich sind: mit den richtigen Phrasen, passenden Sätzen und ein bisschen Phantasie gelingt es eigentlich jedem, ‚Online-Dominanz‘ auszustrahlen. Dafür muss er oder Sie das ganze noch nicht einmal erlebt haben. Second-Hand-Erlebnisse aus Romanen, Beiträgen, Bildern und Filmen reichen erstmal vollkommen aus. Dann wird in Mails das wunderbare Schloss für die devote Angebetete gebaut, in dem Sie ‚auf Augenhöhe‘ eine ‚echte, tiefe Partnerschaft‘ führen. Wo es ‚den Keller‘ gibt, in dem Sie dann ‚im geschützten, Niveauvollen Rahmen Ihre dunkle Seite ausleben kann‘. Natürlich ist er ‚immer auf Ihr wohlergehen bedacht‘ und ‚respektiert und akzeptiert die Grenzen‘. 

Es ist so einfach, die Wünsche eines Menschen zu lesen und diese dann einfach in ein paar Zeilen oder am Telefon zu spiegeln. Das Profil studieren, ein bisschen Aufmerksamkeit und Verstand und der virtuelle Mindfuck ist kein Problem. Es ist so einfach, dass sogar Menschen, die von sich aus nicht dominant sind, die vielleicht einfach nur den Kick des neuen suchen oder für die ein bisschen Arsch hauen, ein bisschen Fesseln und ein böser Blick eben zum Vorspiel gehören, Online zum perfekten Meister oder zur gnadenlosen Mistress werden. Nur weil Sie merken, es ist einfach und Sie bekommen Aufmerksamkeit und ein Erfolgserlebnis. Und so sammeln sich dann die Cyberslaves um Sie herum, Ihre Reputation in der Community wächst und nach außen; Naja, wer so viel Erfolg hat, der muss ja auch ‚in Echt‘ was drauf haben. Wirklich gefährlich wird das erst, wenn dieser ÜberDom dann beginnt, seine eigene virtuelle Propaganda zu glauben. „Transform it into real Life – oder – Qualitäten eines Dominanten“ weiterlesen