In vielen Foren und Communities wurde dieses Buch in den höchsten Tönen gelobt, und als ich es dann mal in der Mayerschen gesehen habe, griff ich zu, hatte gerade so wie so nichts neues zu lesen zu Hause.
Ich hatte es auch schnell durch, aber leider nicht, weil es so toll war, sondern weil ich schnell zu den Szenen kommen wollte, die die Lobeshymnen rechtfertigen, leider kamen sie nicht.
Bei der Sprache der Autorin musste ich irgendwie immer an Charlotte Roachs ‘Feuchtgebiete’ denken, denn dort kam die provokante, offene Schreibweise, dieses ‘kein Blatt vor den Mund nehmen’ richtig gut, hier wirkte es für mich wie Gossensprache.
Weiter mit ‘Buchkritik: Anna Bunt - Subjektiv’
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Bei Fetischaudio gibt es ein neues Hörspiel von Constanze O. Wild: Der dunkeln Tugend.
Aus der Titelbeschreibung:
Constanze O. Wilds Debüt ist eine der ehrlichsten Beichten sadomasochistischer Erlebnisse, die in Buchform erschienen sind. Mit einer entwaffnenden Offenheit gewährt sie dem Leser Einblicke in ihre Welt der Erniedrigung und des Schmerzes. Mit den erotischen Szenen, die das Gros des Buches ausmachen, schafft sie es für sich, das Paradoxon aufzulösen, dass sie sich immer freier fühlt, je mehr Verantwortung sie in die Hände ihres Meisters legt.

Exclusiv habe ich hier die ersten zwei Kapitel des Hörspiels, dessen Print-Ausgabe bei Ubooks schon in der dritten Ausgabe erschienen ist.
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Mit einem durchdringenden Piepen schaltete sich der Anrufbeantworter ab. Sein Stimme schwang noch in Ihrem Kopf, zog sich durch Ihr Rückenmark direkt zwischen Ihre Schenkel. Sie spürte wieder diese Feuchtigkeit, die langsam, von innen nach außen durch Ihre Fotze drang. „Nur durch seine Worte und seine Stimme…“, sie verstand die Welt nicht mehr. Eine solche Erregung war Ihr vollkommen unbekannt.
Ein Blick auf die Uhr. Es war halb drei, in anderthalb Stunden war das Meeting. Sie zog sich aus, wanderte nackt durch das Wohnzimmer ins Bad und ließ warmes Wasser in die Wanne ein. Die hintere Badezimmerwand war, genau wie die Linke, voll verspiegelt. Sie stellte sich so vor die Ecke, das sie sich in den Spiegeln von allen Seiten betrachten konnte. „Wie lange ist es her, seit ich mich so in den Spiegeln betrachtete?“ fragte sie sich. Sie war kein Modell, aber sie war auch nicht unschön anzusehen. Sie war eine Frau, und als solche hatte sie, verdammt noch mal, das Recht, unzufrieden mit den kleinen Mankos zu sein, die sie sah. Ihr Bauch könnte etwas flacher sein, die Titten ein wenig größer… „Halt!“ befahl sie sich in Gedanken. In ihr war eine solche Zufriedenheit durch die vergangenen Tage, die wollte sie sich nicht von den durch Werbung, Medien und Gesellschaft erzeugten Zweifeln kaputt machen lassen. Hatte Adrian nicht diesen Körper liebkost, geschlagen, betrachtet, gezeigt und begehrt? War das allein nicht Grund genug, sich sicher zu sein, das ihr Körper schön war?
Weiter mit ‘Submissive Weekend - Chapter III - Part II’
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Sie saß im Zug auf dem Weg nach Hause, auf dem Weg zurück in eine andere Welt. Die Gedanken an den gestrigen Abend kamen Ihr unwirklich vor. Ist all das passiert? Hatte Sie beobachtet, wie eine Frau, nackt und gefesselt, vor 80 oder 100 Leuten geschlagen wurde? Hatte Sie sich von Adrian wirklich das Wort „Hure“ auf die Brüste (Titten!) schreiben lassen? Und, am Ende des Abends, hat Sie sich von Adrian schlagen lassen?
Ja, all das war geschehen. Sie spürte die Striemen an Ihrem Hintern, es gab keine Position, in der Sie auf den gepolsterten Sitzen der ersten Klasse sitzen konnte, ohne zu fühlen, wie wund und empfindlich die Haut an Ihren Backen war.
Ihre Gedanken schweiften ab, zu gestern Nacht und Sie bemerkte, wie sich erneut Wärme und Feuchtigkeit zwischen Ihren Schenkeln breit machte. Dann erinnerte Sie sich auf einmal an das Meeting heute Nachmittag. „Verdammt, konzentrier’ dich auf deine Arbeit!“ dachte Sie.
Weiter mit ‘Submissive Weekend - Chapter III-Part I’
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Sie gingen auf die mittlere Tür im Flur zu. Sie betätigte, wie vor ein paar Stunden, den Klingelzug der Tür. Diesmal öffnete keine Dienerin, die Tür wurde von einem Mann in der Kleidung eines Lakaien geöffnet. Eine Treppe, nur von Fackeln beleuchtet, führte hinunter. „Ist dies eine öffentliche Bestrafung?“ fragte er Adrian. „Nein, es ist zu meinem und Ihrem privaten Vergnügen.“ lautete seine Antwort. „Folgen Sie mir,“ der Diener ging die Treppen hinunter, „welche Strafutensilien werden benötigt?“ die Frage klang geschäftsmäßig. Also war es nichts Ungewöhnliches hier, was Sie wollte, und das beruhigte Sie ein wenig. „Einen Strafbock, Seile und einen Rohrstock.“ Sie waren am Fuß der Treppe angelangt. An den Wänden hingen mehrere, unterschiedlich lange Hanfseile, Ketten, Eisen- und Lederfesseln. Der Diener griff nach mehreren Seilen, jedes circa einen Meter lang und reichte Adrian vier davon. Sie gingen weiter. Links und rechts von dem Gang gingen mehrere Räume ab und am Kopfende des Ganges war ein großer, offener Raum, aus dem das Geräusch von Peitschen, das Klirren von Ketten und gelegentlich ein Schrei oder ein Schluchzen kam und in dem Gespräche geführt wurden. Sie konnte keine Worte verstehen, aber sie wusste, das dies nicht der Raum war, den Sie betreten würden. „Dort finden die öffentlichen Bestrafungen statt, Sie können gerne ein wenig zusehen.“ sagte der Diener, „Ich bin übrigens Pierre, wenn Sie mich benötigen, fragen Sie einfach nach mir. Auch wenn Sie die Gewölbe verlassen wollen, müssen Sie mit mir nach oben, die Tür ist nur mit einem Schlüssel von innen zu öffnen. Es kam ein, zweimal vor, das einer von denen“, er bewegte seinen Kopf in Richtung von Zarah, „Ihre Strafe nicht antreten wollten, aber mir ist noch nicht einer entwischt. Der Letzte, ein stämmiger Bursche, der die Stiefel seiner Herrin nicht säubern wollte, nachdem sie Ihm die Absätze auf die Brust gesetzt hat, war dann den Rest des abends hier!“ und er zeigte auf einen kleinen vergitterten Eingang zu einer Zelle, vielleicht ein mal ein Meter und anderthalb Meter hoch.
Weiter mit ‘Submissive Weekend - Chapter II Part VI’
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