24/7 Leben in Dynamik … die zweite

Im Laufe der letzten paar Monate ist etwas passiert, von dem ich immer gesagt habe, dass mir oder uns das nie passieren kann oder wird: Ausgelöst durch Stress auf der Arbeit, diverse Projekte und das Alltagsleben schlich sich die Dynamik aus unserer Tür.

Das da etwas fehlt, haben wir schnell gemerkt. Wir konnten es aber durch so manchen Partybesuch und auch durch die Organisation des Weihnachtsfests von SMart gut kompensieren.

Irgendwann sagten wir dann jedoch, wir wollen unsere Dynamik wieder haben. Klingt leicht, aber was dann kam, habe ich so echt nicht erwartet!

SLS und ich hatten nun ja fast 2 Jahre eine Dynamik.

In der gab es immer wieder lockere Momente. Aber so ganz weg war Sie doch nie, ein Machtgefälle war immer irgendwie spürbar. Also dachte ich mir nichts dabei. Schließlich wussten wir ja genau, was wir wieder haben wollten. Einfach alles wieder auf on, weiter wie bisher. Das war der Plan, so müsste es gehen.

Weit gefehlt, mein Bester…!

Die Realität, as far as the Story goes, ist folgende: Wir stehen bei null. Haben gemerkt, dass ein einfaches „wieder einschalten“ nicht geht. Im Prinzip verhandeln wir gerade alles aufs neue. Die ersten Tage, an denen mir, oder uns, das bewusst wurde, hat es total genervt. Hatte ich doch immer noch „das, was mal war“ im Hinterkopf. Jetzt, mit ein paar Tagen (OK, Wochen…)  Abstand kann ich aber sagen, das was bei uns gerade passiert, ist etwas verdammt tolles.

Als wir uns kennen lernten, als wir begannen, die Dynamik aufzubauen, war SLS noch in ihrer, sagen wir mal, perversen Pubertät. Sie hatte kaum Erfahrung mit SM, geschweige denn einem Leben in einer Beziehung mit Machtgefälle. Heute, gut drei Jahre dem Vereinbaren einer ersten Art von permanentem Machtgefälle, haben wir die Chance, mit allen Erfahrungen, die wir gemeinsam in den Jahren gesammelt haben, eine neue Dynamik zu bauen.

Wir können uns jetzt viel genauer auf das, was wir brauchen, abstimmen.

Einfach weil ich und vor allem SLS viel genauer wissen, worauf es für uns ankommt. Und wir sind in de Lage, das Ganze viel individueller, viel stärker auf dem echten „uns“ basieren zu lassen, einfach, weil wir heute viel genauer wissen, was „uns“ eigentlich ist.

Auch wenn es bei uns jetzt durch äußere, nicht durch uns gesteuerte oder gar gewollte Auslöser kam, muss ich sagen: Ich glaube, so ein „stoppen“ der aktuellen Dynamik nach einer gewissen Zeit kann hilfreich sein. Hilfreich, sich und seine Beziehung, sein Machtgefälle, die Rollen in der Partnerschaft, kurz eben, seine ganze Kinky Dynamik mal neu zu kalibrieren, auf den neusten Stand zu bringen.

Die große Hürde, die da liegt ist: Die Vergangenheit.

Und auch wenn ihr etwas total geiles hattet, das auf einmal weg ist, lässt euch nicht unterkriegen. Seht den Stop als eine Chance, als eine einmalige Gelegenheit, etwas tolles toller zu machen. Glorifiziert nicht, was ihr hattet, analysiert es. Findet das was toll war, findet aber auch die Knackpunkte. Die, die klein genug waren, dass man Sie gnädig übersieht, aber groß genug, dass Sie nerven. Setzt an bei den Wünschen, Träumen und perversen Gedanken der letzten paar Monate und erfindet euch neu.

Kurz: habt den Mut, auch mal was eigentlich funktionieredes zu beenden, Break it to Make it. Und lernt einen vollkommen neuen Menschen kennen: euren Partner, wie er jetzt ist. Denn er ist nicht der, den Ihr vor 5  Jahren kennengelernt habt.

 

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