Sind wir nicht alle…

sick_fuck… little sick Fucks?

Das war die Frage, die ich mir gestern stellte, nachdem ich am Ende eines genial-schönen Feierabend unsere neueste Errungenschaft in den Schrank gehängt habe.
Ich meine, dass es mich anmacht, wenn ich jemanden unter mir habe, wenn ich meine Partnerin führe und korrigiere und vielleicht sogar auf die eine oder andere Art forme, damit habe ich mich abgefunden. Auch dass ich vom Zufügen von Schmerz erregt werde, ist Ok. Aber als ich den gestern die Hälfte des Kleiderschranks öffnete, die momentan als Giftschrank für unser Equipment dient und die neue Zwangsjacke reinhängte, da musste ich doch innerlich grinsen.
Keine Sorge, das wird kein „ich komme nicht mit meiner Neigung klar“ – Beitrag. Dafür bin ich viel zu gerne kinky, dafür bin ich, auch dank SMart, viel zu eingebunden in ein funktionierendes, soziales Gefüge von Perversen. Aber als ich so in den Schrank schaute, und diverse Flogger. Paddle, Singletail, Seile Dildos und andere Toys sah, schoss der Gedanke durch den Kopf, dass diesen Schrank irgendwie fast jeder Passant sehen kann, da wir im Erdgeschoss wohnen. Klar, der Schrank ist zu, reinschauen kann keiner, darum ging es mir auch gar nicht.Mir ging es dann eher darum: Hat nicht irgendwie jeder einen Giftschrank? Meine Oma hatte die Fanny Hill und die Mutzenbacher im Bücherregal, Main Vater sprach mich mal wahrend dem Renovieren auf die mannigfaltigen Möglichkeiten von Gaffa-Tape an, im Kamasutra wird darüber geschrieben, wie ‚rhythmische Schläge auf Brust und Yoni der Frau die Lust steigern‘. Alleine in meiner Abteilung weiß ich von 4 anderen, dass Sie BDSM zumindest interessiert gegenüberstehen. Von Gay, Transgerndered oder in offenen Partnerschaften lebend wollen wir gar nicht reden.

Also: Perversionen und sexuelle Abnormitäten allüberall. Macht es da überhaupt noch Sinn, von Vanilla zu reden? Oder ist es nicht eher so, dass wir ‚Vanilla‘ nur noch als Abgrenzungsmerkmal, als etwas, das uns, wenn wir mal wieder an uns selbst Zweifeln, beruhigt, nutzen? Und auch wenn viele von uns es hassen, Bücher wie die 50 Shades – oder die Crossfire – Trilogie tragen dazu bei, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich gedanklich dem BDSM öffnen. Natürlich kann man da sagen, das sind Eintagsfliegen, die nehmen das nicht so ernst wie wir ‚Echten‘ aber ganz im Ernst: Damit tun wir uns keinen Gefallen. Jetzt haben wir die Chance, mal aus der Schmuddelecke raus zu kommen. Dürfen wir uns da wirklich immer noch so abgrenzen? Und wenn wir das tun, welche Auswirkung hat das auf die immer noch andauernde Diskussion über den ICD 10

Ich glaube, bevor wir uns dafür Entscheiden nach Toleranz und Akzeptanz für uns als BDSMer rufen oder, auf der anderen Seite, wieder Anfangen und abzugrenzen, sollten wir uns erstmal darüber klar werden, dass wir in einer sexuell so offenen Zeit und Region leben, dass wir gar keine Notwendigkeit mehr haben. Uns zu emanzipieren.

Wir sind nämlich alle, irgendwie, irgendwo, Sick Fucks!

Und wer der Meinung ist, eines der oben genannten Bücher haben zu wollen und mit einen Gefallen tun will: Hier die Amazon – Links


Fifty Shades of Grey – Band 1 – Geheimes Verlangen
Softcover / Kindle

Fifty Shades of Grey – Band 2 – Gefährliche Liebe
Softcover / Kindle


Fifty Shades of Grey – Band 3 – Befreite Lust
Softcover / Kindle


Crossfire. Versuchung Band 1
Softcover / Kindle


Crossfire. Offenbarung Band 2
Softcover / Kindle


Crossfire. Erfüllung Band 3
Softcover / Kindle

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