Frauenzimmer

Im Kehrerverlag ist das Buch Frauenzimmer des Fotodesigner Patric Fouad erschienen.

In diesem Bildband, für den unter anderem Lilo Wanders als Autorin tätig war, zeigt Fouad die Arbeitszimmer in deutschen Bordellen, von opulent-schwülstig wie z.B. das Orientalische Zimmer bis hin zu Geschmack-/Einfallslos-Minimalistisch mit Discounter-Doppelbett, Accessoires an die Wand gepinnt und Porno im TV. Uninszeniert, Rau, Wahr, so sind die Bilder, auf denen nur Räume zu sehen sind und die doch mehr über die Menschen in den Räumen aussagen, als man erwartet.

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Aus der Verlagsbeschreibung:

Appelliert ein Fotobuch mit Bildern von Bordellzimmern nicht an den Voyeurismus des Betrachters? Sind wir nicht alle neugierig, was sich hinter den Kulissen der Freudenhäuser verbirgt? Sieht es dort wirklich so aus, wie es unsere mit allerhand Stereotypen besetzten Vorstellungen suggerieren? Oder wird der Betrachter beim Anblick der Fotos etwa enttäuscht? …

… Der Bildband »Frauenzimmer« ist alles andere als ein Hochglanz-Bordellführer oder eine Imagebroschüre für die Branche. Vielmehr hat sich das Buch während der Arbeit zu einer »Mischung aus Innenarchitekturbuch und sozialwissenschaftlicher Fotodokumentation« entwickelt, so Patric Fouad. Darin liegt sein besonderer Reiz, und hebt es von anderen Auseinandersetzungen mit dem Thema wohltuend ab.

Auch der Stern schreibt in seiner Online-Ausgabe über das Buch:


Ein Fotoband enthüllt geheime Sexfantasien der Deutschen: Die Bordell-Bilder Patric Fouads zeigen die Arbeitsplätze käuflicher Liebe – die inszenierte Intimität opulenter Salons und schäbiger Absteigen spricht für sich.

Geheimnisvoll, zwielichtig, verrucht: So ungefähr stellt man sich landläufig Bordelle vor. Für diese Frauenarbeitsplätze interessierten sich bisher vor allem Männer. Jeder Zweite soll in Deutschland schon mal ein Bordell besucht haben. Der Fotodesigner Patric Fouad betrat die Etablissements nicht als Kunde, sondern als Künstler: Er fotografierte die Zimmer der dort arbeitenden Frauen und machte daraus einen Bildband. Zu sehen ist das Innere von elf Freudenhäusern aus dem ganzen Bundesgebiet.

Dort ist auch eine Fotostrecke mit Bildern aus dem Buch zu finden.

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