Von Morrissey und Masochismus

Ach ja… Jahrelang hört man nichts von Ihm, dann kommt mit „Ringleader of Tormentors“ mal wieder ein Album, das sogar von den Medien gelobt wird und man freut sich ein Bein ab.
Dann die Nachricht, die einen gleich nochmal ein bisschen höher hebt… der arrogante Meister himself hat sogar die Gnade, auf Tour auch die barbarischen Germanen zu besuchen…

Und dann der Hammer, der einen sofort wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt… Er tritt beim Rock am Ring auf… 100 harte Euronen pro Karte für Morrissey und zig andere Bands, die einen eher am Rande interessieren… da hört’s sogar bei mir auf… ausserdem wurde auch noch eine Solotour angekündigt… also warten… und wieder ein bisschen unten…

Langsam hebt es einen wieder an, Gerüchte, er kommt sogar in die Nachbarschaft, nämlich nach Düsseldorf… also, Winamp füllen mit Smiths und Mozzer, und Karten bestellten…

… oder auch nicht … knapp 60 Euro pro Karte, das wären bei meinem Engel und mir immer noch 120, scheisse, wären wir mal doch aufs RAR gefahren…

Man tröstet sich mit Erfahrungen, die man mit Morrissey gemacht hat… Konzerte mit beschimpfungen und 45min. – Auftritte wechselten sich ab mit richtig geilen Gigs… NeNe, mal lieber kein Risiko eingehen… langsam, ganz langsam erholt man sich wieder von den miesen Gefühlen, man könnte was tolles verpassen…

Und dann, jetzt nach der Tour, die Rezensionen der Konzerte… allesamt Geil, an allen Ecken und Enden bekommt man gesagt, was man verpasst hat… naja, ich bin 36 Jahre alt geworden, da hab ich noch gut 30, 40 Jahre, in denen er sich nochmal die Ehre geben könnte… Weiter warten… und alte live-Vids auf youtube guggen…

… wie das hier eben …

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Irgendwie denke ich, Morrissey kann nur ein Künstler für Masochisten sein… aber… warum mag ich Ihn dann so???

2 Antworten auf „Von Morrissey und Masochismus“

  1. Auch wenn ich Salz in die Wunde streue (da kommt die sadistische Ader in mir durch) aber wir haben das Konzert in München gesehen und es war wirklich nur noch geil 😉
    Es war fast alles dabei von den alten Smith Klassikern „How soon is now“, „Hang the DJ“ bis zu den neuen Sachen… Leider fehlte mir „I have forgiven Jesus“

    Greetz

    s{L}f

  2. AAARGGGHHH… Seele… ich wusste es schon immer… Du bist böse, sadistisch und hast mich gar nicht lieb… *grummel*

    Ja, München soll geil gewesen sein, hab ich auch auf laut.de gelesen… Ich hoffe ja, im Zuge der ganzen eighties-Revival-Welle auf eine Wiederverinigung von den Schmidts… auch wenn’s wohl den Rest meiner Jahre ein Traum bleiben wird…

    Wir werden jetzt im Februar wohl erstmal Berlin ein paar Tage unsicher machen, dann mal sehen, welche ‚Alten Helden‘ man 2007 wieder über die Bühne torkeln sehen kann…

    cu
    Tamlin

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